AGW 14-18 · Milex · Tavannes

Forum : Suche nach Angehörigen/Personen (1914-18)


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Suche nacj Einheit
Abgesandt von Volker am 28.03.2009 - 08:59:

Guten Morgen zusammen,

habe eine etwas, vieleicht, seltene Frage.
Mein Großonkel, also der Bruder meiner Großmutter, ist im 1. Weltkrieg 1916 in Frankreich gefallen.
Es gibt ausser den Erzählungen meiner Großmutter (von vor 40 Jahren) und einem Nachruf aus der Zeitung keinerelei Hinweise auf meinen Großonkel.
Geboren wurde er 1892 in Rommelsdorf in der Gemeinde Nümbrecht Reg.Bez.Köln. Gefallen ist er wahrscheinlich im Dezember 1916 an der Somme in Frankreich.
Wo und bei welcher Behörde kann ich nach genaueren Daten zu meinem Großonkel fragen?? Das Einwohnermeldeamt tut sich aus Datenschutzgründen sehr schwer.

Für einige Tipps wäre ich sehr Dankbar.

Gruss Volker


  

Antwort von Jens am 28.03.2009 - 19:38
Hallo Volker,
leider wird das evtl. nicht einfach werden etwas zufinden, bzw. ohne genauere Angaben einen
Karl Jäger exakt zu ermitteln, aber Du kannst mal auf folgende Links Dein Glück versuchen:
Hier klicken
Hier klicken
Hier klicken
Hier klicken
Viel Erfolg! Gruss Jens

Antwort von Franz am 29.03.2009 - 15:13
Hallo
ich hab hier im Forum vor einiger Zeit schon mal eine ähnliche Fragestellung zu beatworten versucht. Daher nachfolgend diese damalige Antwort auszugsweise kopiert:

Eine sehr wichtige Informationsquelle wäre vor allem für für die Suche nacbh Soldaten aus dem ehemaligen Preußen (weil es hierfür sonst nicht mehr viel gibt, siehe unten) das Krankenbuchlager in Berlin gewesen. Seit nun meher fast zwei Jahren wurde diesen Archiv geschlossen bzw. es steht für private Anfragen nich mehr zur Verfüung


Antwort von Franz am 08.04.2007 - 12:41

Hallo,

die einfachste Möglichkeit die entsprechende militärische Einheit Ihres Vorfahren herauszubekommen wäre zu schauen ob in der Familie noch irgend welche Unterlagen und Dokumente existieren (Briefe, Militärpass,Soldbuch, Urkunden usw.) auf denen die Einheit vermerkt ist. Falls ein altes Foto existiert können Experten auch oft schon an der Uniform erkennen, welche Einheit in Frage kommt.

Die zweite Möglichkeit wäre, in das Heimat-standesamt oder auch in die Heimat-kirchengemeinde zu gehen ob hier irgendwelche Todesangaben (Dokumente, Sterbeurkunde) vorliegen auf dem die letzte Einheit vermerkt wäre.
Falls im Heimatstandesamt (Bürgermeisteramt, Rathaus) keine weiter Angaben vorhanden sind dannn auch in der Heimat-Kirchengemeinde nachfragen. Die Kirchen hatten auch sogenannte Totenregister und Familienregister.Hier könnte auch der Tod und weitere Angaben zum Regiment der gesuchten Person vermerkt sein


Insbesondere für Soldaten des Zweiten Weltkriegs wäre hierzu die Deutsche Dienststelle (WAST) in Berlin zuständig. Hier bekommt man gute Aussagen über einezellne Personen des zweiten Weltkriegs aber meiner Erkennntnis nach aber nicht über den ersten Weltkrieg. Für den ersten Weltkrieg gibt es eine solche zentrale Anfragestelle nicht.
Eine einigermaßen gute Möglichkeit wär hierzu das Krankenbuchlager in Berlin zu befragen
hier werden viele Kranken- und Lazarettunterlagen (meines Wissens aber ohne die bayerischen und württembergischen Lazarettakten) des ersten Weltkriegs aufbewahrt. Falls der gesuchte im Krieg kank oder verwundet wurde könnte sich dort im Krankenbuchlager noch seine Krankenakte mit den entsprechden Angaben zur Person und Einheit befinden. Der Erfolg einer Anfrage beim Krankenbuchlager ist schwer abzuschätzen. Ich weiß von Fällen in denen man mit minimalsten Eingangsdaten (Name und Geburtdatum) fast den gesamen militärischen Werdegang erfahren konnten und wiederum von Fällen in denen man trotz exakter Ausgangsdaten bezüglich Verwundungen und Lazerettaufenthalten nichts mehr in diesem Archiv finden konnte.
(Achtung: Anfrage beim Krankenbuchlager ist gebührenpflichtig 1)

Für den Erfolg einer weiteren Suche in Staatsarchiven ist auch die Tatsache wichtig wo der Gesuchte zum Zeitpunkt seiner Einberufung seinen Wohnort hatte. Die Königreiche Bayern, Württemberg und Sachsen hatten damals in Deutschland eine Sonderposition ("Reservatrechte") und hatte damit ihr eigenen Armeen und somit ihre eigenen Kriegsarchive. Die Datenlage ist bei diesen Armeen wesentlich besser als für die restliche deutsche bzw. preußische Armee. Die Akten der Preußischen Armee , darunter auch sämtliche Kriegstammrollen (=Personalakte eines jeden Soldaten) sind überwiegend bei einem Bombenangriff im Kriegsarchiv in Potdam 1944 verbrannt.
Für bayerische und württembergischen Einheiten ist die Aktenlage heute noch sehr gut. Diese Akten werden heute im Hauptstaatsarchiv in Stuttgart bzw. München aufbewahrt. Hier finden sich auch noch offizielle Verlustlisten der württembergischen Armee, d.h. mit dem Namen und dem Todesdatum müßte man Ihren Vorfahren auf diesen Listen finden und i.d.R. steht dann dort auch die genaue letzte militärische Einheit des Gefallenen vermerkt.
Es gibt dort in Stuttgart auch sogennannte Kriegstammrollen der einzellnen württembergischen Regimenter. Eine Kriegstammrolle ist so eine Arte Personalakte über jeden einzelnen Soldaten.
Die Akten der Preussischen Regimenter wurden im Kriegsarchiv in Potsdam gelagert und dort sind diese Akten bei einem Bombenagriff im Jahr 1944 fast vollständig verbrannt. Daher ist es heute schwierig personliche Daten von Soldaten im preussischen Heer zu finden.
Eine Suche nach der Kriegsstammrolle macht aber erst Sinn, wenn Die genaue Einheit bereits ermittelt wurde (z.B. aus Verlustliste).

Unter Umständen ist auch noch eine bedeutende Zeitung bzw. Amtsblatt aus dieser Zeit irgendwo archiviert. Hier wurden während des Krieges regelmäßg Verlustlisten veröffentlicht. Darin sind meist genaue der betreffenden Personen mit Namen,Herkunft, Einheit und Art der Verwundung (DAtenschutz war damals offensichtlich noch ein Fremdwort).


Unter Umständen gibt es beim Volksbund Deutsche Krieggräberfürsorge noch Angaben zu einem möglichen Grab. Auf der Homepage

www.volksbund.de

gibt es ein online Gräberdatenbank. Falls von dem Gesuchten heute noch ein Grab in einem Kriegsgräberfriedhof existiert, dann könnte das Grabe in dieser online Datenbank eingetragen sein. Oft hat der Volksbund für jemanden der heute noch namentlich auf eínem Soldatenfriedhof beerdigt ist noch weiter persönliche Angaben zu dieser Person.

Ich hoffe meine Tipps helfen Dir etwas weiter und würde mich freuen über eventuelle „Forschungsergebnisse“ wieder von Dir zu hören.

Antwort von Volker am 29.03.2009 - 18:15
Guten Tag zusammen,

für beide Antworten bedanke ich mich sehr. Die oben genannten Links waren mir bekannt. Habe dort in der Vergangenheit bereits Verwandte aus dem II. Weltkrieg gefunden. Der Tipp mit der Kirchengemeinde ist gut, habe es bisher nur bei der Zivilgemeinde probiert. Das Ergebnis habe ich ja schon beschrieben.

Also nochmals vielen Dank für beide Antworten.
Wenn ich mehr weiß, werde ich mich melden.

Gruss Volker

Antwort von Manfred Fuchs am 30.03.2009 - 10:46
Hallo Volker,

nach dem seit 01.01.2009 geänderten Personenstandsgesetz muss Dir das zuständige Standesamt bzw. Archiv Auskunft über den Tod Deines Großonkels geben.

Denn 30 Jahre nach der Todesbeurkundung werden die Unterlagen zu Archivgut und sind bei Nachweis eines berechtigten Interesses (hier Familienforschung) einzusehen.

Siehe auch: Hier klicken

Gruß,

Manfred

Antwort von Volker am 30.03.2009 - 19:20
Hallo Manfred,

das ist eine suuuuper Nachricht. Habe mir den Text bereits ausgedruckt. Werde noch diese Woche zum Kirchenamt UND Gemeindeamt gehen und nachfragen.

Nochmals vielen Dank. An alle anderen natürlich auch.

Gruss Volker

Antwort von Manfred Fuchs am 30.03.2009 - 20:52
Hallo Volker,

damit wir uns nicht missverstehen: Das Personenstandsgesetz bezieht sich auf die Unterlagen des Standesamtes! An meinem Wohnort (Baden-Württemberg) ist es so, dass das Standesamt die betreffenden Unterlagen an das Gemeindearchiv abgegeben hat, dort kann man sie einsehen.

Gruß,

Manfred

Antwort von Volker am 06.04.2009 - 16:34
Hallo Manfred und alle anderen,

war heute beim Kirchenamt, habe dort aber nur die Geburts- und Taufdaten mit Taufpaten gefunden. Wenigstens etwas, die hatte ich noch nicht kpl. Ein Sterbedatum oder ähnliches gibt es nicht. Wahrscheinlich weil mein Großonkel ja in Frankreich, also im Ausland gefallen ist.
Auf der Zivilgemeinde gibt es ebenfalls keine Sterbedatum o.ä. Genau der gleich Grund, verstorben (gefallen) im Ausland.

Damit ist meine Euphorie etwas gedämpft. Wo kann ich den nun wohl nach nachhören?

Gruß

Volker

Antwort von Manfred Fuchs am 06.04.2009 - 19:56
Hallo Volker,

normalerweise wurde der Tod von der Einheit an das betreffende Standesamt gemeldet.

Es kann durchaus sein, dass der Tod längere Zeit danach eingetragen wurde, manchmal erst Jahre später.

Konntest Du selbst die Standesbücher durchforsten oder gab man Dir die Auskunft?

Gruß,

manfred

Antwort von Volker am 07.04.2009 - 09:06
Hallo Manfred,

die Mikrofilme der Kirchenbücher durfte ich selber durchschauen. Die Zivilgemeinde hat mir seinerzeit nur die Auskunft gegegben, das mein Großonkel lt. deren Unterlagen nie verstorben sei.
Werde aber in dieser Woche nochmals zur Gemeindeverwaltung gehen (habe nämlich Osterurlaub) um nochmals genau nachzufragen. Meine erste Anfrage an die Gemeinde liegt zeitlich bereits etwas zurück.

Werde hier über meinen Erfolg, oder auch Misserfolg wieder berichten.

Gruß Volker.

Antwort von Volker am 09.04.2009 - 20:09
So, hier meine Recherche-Ergebnisse.

Habe auf der Zivilgemeinde mittlerweile die Geburtsurkunde meine Großonkels erhalten (eine Kopie natürlich). Die Dame auf dem Standesamt war sogar so nett, alle Gefallenenmeldungen ab 1916 durchzusehen. Ohne Ergebnis.
Habe aber auf einem anderen Wege eine Info erhalten. Ein Bekannter teilte mir mit, das für die im 1. WK Gefallenen in jeder Gemeinde ein Heldengedenkbuch geführt wurde. Oftmals sogar mit Bildern. Dort habe ich tatsächlich das Sterbedatum gefunden. Leider war bei diesem Eintrag kein Bild und keine Truppenteil dabei. Allerdings habe ich noch einen weiteren Großonkel gefunden, diesen sogar mit Bild, dem Truppenteil und der Auszeichnung. Das EK II. Werde mich in der nächsten Zeit etwas mehr auf dieses "Heldengedenkbuch" stürzen. Mal sehen was ich dort noch finden kann. Der Urlaub machts möglich.

Allen ein besinnliches Osterfest.

Gruß Volker

Antwort von Franz am 10.04.2009 - 09:31
Hallo Volker,

das ist echt nett, dass Du uns über den aktuellen Stand Deiner "Ermittlungen" informierst. Weil meistens ist es so, dass man hier einen Tipp weitergibt und mann eigentlich nicht mehr erfährt, ob es wirklich genützt hat. So können wir alle immer noch etwas dazu lernen.

Unter Umständen gibt es in seinen Heimatort so eine Art Krieger- bzw. Reservistenverein. Die haben vielleicht auch noch so etwas wie das ein Heldengedenkbuch in ihrem Vereinsachiv oder -protokollen.

Gruß

Franz

Antwort von Alexander ODINIUS am 16.05.2009 - 10:01
Hallo liebe Mitglieder des Forums,
an dieser Stelle möchte ich kurz auf mein Projekt hinweisen. Ich bin seit Jahren damit befasst, die deutschen Verlustlisten des I.WK zu digitalisieren(DVD/CD). Bisher habe liegen folgende Jahrgänge vor: 1914,195,1918,1919. Wer Interesse daran hat kann mal bei E-BAY reinschauen, wo ich diese anbiete. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweise, dass ich die DVD nicht kommerziell anbiete, dann würde der Preis viel höher sein, sondern als Privatmann und um damit meine Kosten zu decken bzw. den nächsten Jahrgang zu finanzieren.

Viele Grüße
A.Odinius

Antwort von Volker am 18.07.2009 - 21:51
Guten Abend zusammen,

melde mich nach einigen Monaten noch einmal zurück.

Habe einen Aussschitt aus dem Heldengedenkbuch meiner Heimatgemeinde angefügt. Dort ist mein Großonkel verzeichnet.
Leider ohne Bild. Bei fast allen anderen Einträgen ist ein Bild mit dabei. Leider ist im Gagensatz zu fast allen anderen Einträgen auch keine Einheit vermerkt.

Mehr ist demnach wohl nicht herauszubekommen.

Schönen Abend noch.

Gruß Volker


 

Antwort von Volker am 01.04.2010 - 20:18
Guten Abend zusammen,

habe beim Räumen auf dem Dachboden noch etwas gefunden und brauche nochmals euere Hilfe.

Es handelt sich zum einen um ein Urlaubsgesuch meines Ur-Großvaters für seinen Sohn, (den oben beschriebenen)Kann von euch einer etwas mit der Einheit anfangen, ich nicht???

Vorab bereits vielen Dank


 

Antwort von Volker am 07.09.2013 - 10:03
Guten Tag zusammen,

nach über 3 jahren melde ich mich zu Thema Karl Jäger nochmal zurück.
Bin durch die Suche in den Verlustlisten 1. Weltkrieg, Hier klicken
jetzt doch noch auf die Einheit meines Großonkels gestoßen.
Lt. der Verlistliste war es das Inf.Rgt. 389. Er war dort in der 12. Kompanie, die vom Inf.Rgt. 29 abgegeben worden war.
Das IR 389 wurde lt den mir bekannten Daten am 29.08.1916 aufgestellt. Mein Großonkel fiel aber bereit min. 13 Tage früher (Die Angaben zum Sterbedatum sind unterschiedlich).
kann es sein das er schon versetzt wurd bevor das Rgt. offiziell aufgestellt wurde?
Wei einer etwas über die Einsätze des IR 389 gegen Ende August 1916?

Fragen über Fragen.

Viele Grüße aus dem bergischen Land.
Volker

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